Inhalt des Buchs

Ziel unseres Sammelbands ist, einen bunten und kritischen Diskussionsbeitrag zur Bildungsdebatte zu liefern, Ideen nicht verloren gehen zu lassen, eine kritische Öffentlichkeit zu informieren und ab und zu auch zu inspirieren.

In diesem Sinne haben wir unterschiedliche, z.T. sich widersprechende Positionen in diesem Buch versammelt, wobei die Auswahl der Textgattungen den Schreibenden selbst oblag. Gemeinsam ist dem Großteil der Texte ein vorsichtiges bis starkes Bejahen der Proteste, das Raum lässt, sich mit den Geschehnissen selbst kritisch auseinanderzusetzen.

Der Sammelband macht sich auf die Suche nach den Ursachen, stellt grundsätzliche Fragen zum Bildungsbegriff und zur Bildungspolitik, versammelt kritische Positionen und Forderungen und gibt atmosphärische Stimmungsbilder aus den (ehemals) besetzten Hörsälen wieder. Die unterschiedlichen Textsorten – wissenschaftliche Beiträge, Essays, Reportagen, Kurzgeschichten, Kommentare, Reden, Interviews, Impressionistisches etc. – sollen es den LeserInnen ermöglichen, sich dem Thema von verschiedenen Seiten zu nähern.

Diesem Gedanken liegt auch die AutorInnenauswahl zugrunde. Die vielen verschiedenen Stimmen, die während der Proteste laut geworden sind, wollten wir im Buch wiedergeben. So kommen neben Studierenden auch Lehrende (Konrad Paul Liessmann, Paul Kellermann, Herta Nöbauer, Pier Paolo Pasqualoni, Jana Herwig, Erich Ribolits, Karin Schönpflug, Thomas Schmidinger), Intellektuelle und KünstlerInnen (Christian Felber, Robert Misik, Doron Rabinovici, Marlene Streeruwitz, Armin Thurnher, Matthias Hartmann, Bahman Nirumand, Gustav) zu Wort. Mit dem Schwerpunkt auf Wien soll das Zentrum der Proteste näher beleuchtet werden. Darüber hinaus kommen AutorInnen aus Graz, Klagenfurt, Salzburg, Innsbruck und Berlin zu Wort. Abgerundet wird das Konzept darüber hinaus von einer Fotostrecke, die den Verlauf und die Vielfältigkeit der Proteste bildlich festhält.

Das Buchprojekt versteht sich weder als eine Zusammenfassung oder gar als abschließendes Resümee bisheriger Geschehnisse, noch soll es einen Abschluss suggerieren. Es will auch nicht den Anspruch auf Vollständigkeit erheben, sondern ein pluralistisches, buntes und abwechslungsreiches Stimmungsbild gegenwärtiger Vorgänge zeichnen, mit einer Geschichte und einer noch unbestimmten Zukunft, über die wir ganz bestimmte Vorstellungen haben.

Downloadmaterial

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